China Box
A Food & Storytelling Performance by Yinfu Gao
Ticket : 8 EUR by PayPal / Cash
Reservations: gaoyinfu95@gmail.com

TIME
July 2 — 18:30
July 4 — 18:30
July 5 — 16:00

SPACE
Offenes Haus der Kulturen
K4 (Top Floor)
Mertonstr. 26–28,
60486 Frankfurt


„China Box“ ist ein künstlerisches Projekt mit Essen und Erzählungen. Die Takeaway-„China Box“ wird dabei als kulturelles Objekt untersucht und mit Stimmen aus der chinesischen Diaspora in Hessen neu kontextualisiert.
“China Box” is an art project about food and storytelling. The Chinese takeaway box becomes a cultural object — examined, questioned, and reframed through voices from the Chinese diaspora in Hessen.
What to expect:
Performance based on interviews of Chinese diaspora members in Hessen – by Yinfu Gao
"Unlucky Cookie" – by Sichi Li
"How to Make a Story Box" – by Lin Yang


Team
Concept / Production / Performer : Yinfu Gao
Dance Dramaturgy : Patscharaporn Distakul
Visual Design/ Dramaturgy : Sichi Li
Sound Design : Shen Sum-Sum
Dramaturgy assistant : Yang Lin
Visual Design assistant: JoJo
Outside eye & Photography : Hojoon Moon

Special Thanks
Thanks to all the interviewees who shared their stories and made this work possible.
Thanks to Theater neben dem Turm Marburg for research residency of Fonds Darstellende Künste.
Thanks for the support from Servicestelle China-Kompetenz der Philipps-Universität Marburg
Introduction :
„China Box“ ist ein künstlerisches Projekt über Essen, Migration und kulturelle Imaginationen. Die Takeaway-„China Box“ dient dabei als Ausgangspunkt, um Vorstellungen von „China“ im Westen zu untersuchen und sie mit Stimmen der chinesischen Diaspora in Hessen neu zu kontextualisieren.
Als die chinesische Künstlerin Yinfu Gao nach Deutschland kam, begegnete sie einer ihr unbekannten Version von „China“: Zuvor hatte sie weder eine sogenannte „China Box“ gesehen noch gegessen. Die Gerichte, die unter diesem Namen verkauft werden – häufig an Bahnhöfen oder in asiatischen Imbissen –, werden meist von Menschen mit asiatischem Hintergrund zubereitet, bestehen jedoch oft aus stark an den deutschen Geschmack angepassten Speisen wie gebratenen Nudeln oder frittiertem Hähnchen.
Wie wurde China im Westen imaginiert? Und wie prägen solche Bilder bis heute unsere Wahrnehmung? Bereits im Märchen Der Garten des Paradieses (1838) von Hans Christian Andersen erscheint die Porzellanpagode von Nanjing als fantastisches Symbol Chinas. Heute findet sich dieses Motiv auf unzähligen Takeaway-Boxen wieder und zirkuliert weltweit durch die Fast-Food-Kultur. Was bedeutet es, wenn eine Kultur stärker durch die Vorstellungen anderer repräsentiert wird als durch ihre eigenen Stimmen?
Für das Projekt führt Yinfu Gao Gespräche mit chinesischsprachigen Menschen in Hessen. Die Interviewpartner*innen stammen aus unterschiedlichen Generationen sowie diversen beruflichen, akademischen und familiären Kontexten. Im Mittelpunkt stehen ihre Migrationsgeschichten, ihre Erfahrungen des Ankommens und ihr Alltag zwischen verschiedenen kulturellen Räumen. Aus diesen Erzählungen entsteht ein vielschichtiges Bild von Identität, Zugehörigkeit und den unterschiedlichen Bedeutungen von „China“ in der Diaspora.

